Materialversorgung: Unterwegs für das Rote Kreuz

Das Rote Kreuz Tirol hat seit Beginn der Corona Krise die Fähigkeit zur professionellen Hilfe bewiesen. Trotz der widrigen Umstände und des rapide gestiegenen Materialbedarfs können die Leistungen des Roten Kreuzes in Tirol ungebrochen aufrechterhalten werden. Dies ist auch der Verdienst einer Gruppe von einigen teils ehrenamtlichen Helfern, deren Hilfe nicht im Rampenlicht steht – jenen Menschen, die für die Materialtransporte zuständig sind.

Tonnen an Lieferungen
„Wir konnten in den letzten Wochen ca. 5 Tonnen zusätzliches Material in die Dienststellen des Roten Kreuzes und in die Krankenhäuser in ganz Tirol bringen“, erzählt Hermann Schlaucher, der ehrenamtlich für das Landesrettungskommando des Roten Kreuzes Tirol Materiallieferungen durchführt. „Mit unseren LKW bringen wir Zelte, Biertische und Bänke, Zeltbeleuchtungen, ja ganze Zeltausrüstungen an ihren Bestimmungsort.“ Ehrenamtlich wohlgemerkt.

Schnelligkeit, Sicherheit und Sorgfalt
„Wir fahren nach Bedarf, wenn ein Auftrag anfällt, dann geht’s auch schon los. Es geht um Schnelligkeit, Sicherheit und Sorgfalt. Wir wissen, das Material, das wir ausliefern, brauchen die HelferInnen, um zu helfen“, so umschreibt der 45-ig Jährige seine Arbeit, die er gemeinsam mit Stefan Dürr abwickelt, dessen hauptamtliche Tätigkeit der Nachschub an medizinischen Verbrauchsgütern in den Tiroler Rot-Kreuz Bezirksstellen ist. „An die 2000 Kilometer sind wir in den letzten drei Wochen gefahren, oft nur mit kleinen Lieferungen von Masken, Schürzen oder Schutzanzügen und anderem medizinischen Material, das schnell vor Ort kommen muss, denn die Sachen werden dringend gebraucht. Das ist mein Job – jammern gibt`s da nicht!“

Menschen sind freundlicher und dankbarer
Einig sind sich die beiden, dass die jetzige Situation durchaus ihre guten Seiten hat. „Die Welt rückt ein Stück weit zusammen, die Menschen sind freundlicher und dankbarer und würdigen unsere Arbeit wieder mehr“, erzählen sie unisono und Hermann fügt hinzu: „Am Brenner rief uns ein italienischer LKW Fahrer von Weitem zu: Danke, dass ihr da seid und helft!
Ich habe den Mann noch nie davor gesehen oder ihn gar gekannt. Er hat nur unsere Rotkreuz-Uniform gesehen und diese netten Worte gesagt.“

Text: Rotes Kreuz Tirol