Verbotener internationaler Waffenhandel – Bezirk Schwaz

Am 19.11.2018 wurden zwei deutsche Staatsbürger in Deutschland festgenommen, nachdem sie in Tirol eine Maschinenpistole, welche keine Serien- oder Beschussnummer aufwies, von einer vorerst unbekannten Person gekauft und nach Deutschland verbracht hatten. Dies wurde der LPD Tirol, Landesamt Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, mitgeteilt, worauf die Ermittlungen hinsichtlich des Verkäufers aufgenommen wurden.
Als Tatverdächtiger konnte ein 67-jähriger Österreicher aus dem Bezirk Schwaz ausgeforscht werden.
Durch die Staatsanwaltschaft Innsbruck wurde eine Hausdurchsuchung angeordnet. Im Zuge der Hausdurchsuchung, welche von Mitarbeitern des LVT Tirol mit Unterstützung von Diensthunden und dem EKO-Cobra durchgeführt wurde, konnten ua. folgende Gegenstände sichergestellt werden:
– Rund 100 Schusswaffen (Kategorie A bis D), davon 2 neuwertige Maschinenpistolen mit Schalldämpfern, ebenfalls ohne Serien- oder Beschussnummer
– 20 Schalldämpfer
– 9 verbotene Waffen
– Ca 200 kg Munition

Im Zuge der nachfolgenden Ermittlungen wurde ein weiterer Tatverdächtiger, ein 50-jähriger Österreicher, ausgeforscht, welcher im Verdacht steht, insbesondere die 3 Maschinenpistolen und Faustfeuerwaffen illegal an den 67-Jährigen verkauft zu haben.
Im Zuge von Hausdurchsuchungen in den Bezirken Innsbruck Stadt, Innsbruck Land und Imst, konnten weiteres Kriegsmaterial, Schusswaffen und verbotene Waffen sichergestellt werden:
– Verbotene Waffen (Totschläger und Stahlrute)
– Schalldämpfer
– Schusswaffen (Pistolen, Revolver und Langwaffen)
– Munition

Gegen die beiden Tatverdächtigen wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.
Der 67-Jährige, welcher nicht im Besitz einer waffenrechtlichen Urkunde (Waffenpass oder Waffenbesitzkarte) ist, ist zum Tatvorwurf geständig, der 50-Jährige bestreitet die Tat.
Beide werden bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen Vergehens nach dem Waffengesetz und Kriegsmaterialgesetz auf freiem Fuß und an die Bezirksverwaltungsbehörde wegen Übertretungen nach dem Waffengesetz zur Anzeige gebracht. Außerdem wurde Bargeld in der Höhe von insgesamt ca. € 80.000,–, welches offensichtlich aus dem illegalen Handel mit Schusswaffen stammt, sichergestellt.

Text: LPD Tirol