Lawinenabgang in Hochfügen: 3 Verschüttete lebend geborgen

Am 12.12.2018 gegen 10.00 Uhr ereignete sich unterhalb der Bergstation der Sesselbahn „Waidoffen“ im Schigebiet Hochfügen ein Lawinenabgang. Zwei Deutsche, 19 und 38 Jahre sowie ein Österreicher, 45 Jahre, fuhren in den Hang (Variante) ein und lösten damit ca. 60 Meter unterhalb der Bergstation der Sesselbahn eine Schneebrettlawine, welche alle drei Wintersportler erfasste und mitriss, aus. Der 19-jährige wurde dadurch vollständig verschüttet und musste von Ersthelfern befreit werden, die beiden anderen waren nur teilweise verschüttet und befreiten sich selbst aus den Schneemassen, sie blieben unverletzt. Der Vater des 19-jährigen befand sich zum Unfallzeitpunkt oberhalb des Lawinenabgangs und wollte den Verschütteten zur Hilfe kommen, stürzte jedoch im steilen felsigen Gelände und zog sich eine Fraktur im Brustbereich zu. Sowohl der 19-Jährige, der nach derzeitigem Stand lediglich unterkühlt ist, als auch sein Vater, 60 Jahre, mussten mit dem Rettungshubschrauber ins KH Schwaz gebracht werden. Der Lawinenkegel wurde zur Sicherheit von den Bergrettern sowie ca. 30 Wintersportlern sondiert, es ergaben sich keine Hinweise auf weitere Verschüttete.
Die blaue Piste Nr. 11a, welche durch die im freien Schiraum ausgelöste Lawine teilweise verschüttet wurde, war zum Unfallzeitpunkt mittels Zaun gesperrt und die Sperre beschildert. Die Lawine erstreckte sich vom Anriss bis zum Auslauf über eine Länge von ca. 250 – 300 Metern. Im Einsatz standen die Bergrettungen Kaltenbach, Zell, Gerlos und Jenbach sowie Lawinensuchhunde, die Alpinpolizei und der Polizeihubschrauber.


Bearbeitende Dienststelle: PI Strass im Zillertal
Text: LPD Tirol